IPTT – Institut für Psychotraumatherapie
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Seminarleitung: Dr.Scherer und Dypl.Psych. Mombauer

Konzepte der strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit nach Ellert Nijenhuis

Enaktive Traumatherapie

Seminarleiter:
Christoph Scherer

Dipl.Psych. Bettina Mombauer

Seminarort:1090 Wien

Termin:

Teil 1: 15., 16., 17. März 2024

Teil: 2: 17., 18., 19. Oktober 2024

1.420,00 EUR inkl. 20% MwSt.

Anmeldung:
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Enaktive Traumatherapie nach Ellert Nijenhuis

Wenn wir über die Feinheiten, das Erkennen und die Behandlung von Trauma-bedingten dissoziativen Störungen
genügend wissen, können wir die Behandlung von traumatisierten PatientInnen auch nachhaltiger und effektiver
gestalten.
Wir erarbeiten mit Ihnen zusammen die Konzepte der strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit und deren
Weiterentwicklung zur enaktiven Traumatherapie. Theoretisch und praktisch betrachten wir diese im Sinne der
enaktiven Traumatherapie,die wir für die konkrete Behandlungssituation üben.
Außerdem beschäftigen wir uns mit diagnostischen und differential-diagnostischen Aspekten der verschiedenen
Traumafolgestörungen: Wie unterscheide ich die dissoziative Identität von anderen dissoziativen Störungen?
Wie und wo gehen leichtere Traumafolgestörungen (einfache PTBS) zu komplexen Traumafolgestörungen
(komplexe PTBS, partielle dissoziative Störung, Dissoziative Identitätsstörung) ineinander über?
Durch was grenzen sie sich voneinander und zu anderen Störungsbildern (Differenzialdiagnostik, z.B. Borderlinemuster,
Schizophrenie,…) ab? Und welche Erkrankungen kommen häufig komorbid vor und weshalb? In diesem Bereich werden wir auf
häufig gestellte Fragen ausführlich eingehen. So soll konzeptuelle Klarheit entstehen, was die Unterschiede sind zwischen
dissoziativen Persönlichkeitsanteilen nach Ph.D. E. Nijenhuis (in diesem Konzept „Agenzien“ genannt) und in anderen
Konzepten. Es wird eine klare Abgrenzung zu den Konzepten der Ego-States, oder anderen Formen der Arbeit mit dem weit
gefassten Begriff der inneren Anteile geben (z.B. bezüglich PITT nach L. Reddemann). Das so entstandene Verständnis wird in
einem weiteren Schritt dazu genutzt, die Stress- und Trauma-bedingten Folgestörungen im neu erschienenen ICD 11 einzuordnen,
um hier Sicherheit im Bereich der Diagnostik und Differenzialdiagnostik zu erlangen. Unsere Erfahrung zeigt, dass die
Einordnung der verschiedenen Diagnosen im ICD 11 durch das Verständnis der Konzepte der strukturellen Dissoziation und der
enaktiven Traumatherapie wesentlich erleichtert wird.
Neben dem großen Bereich der Diagnostik und Differenzialdiagnostik werden therapeutische Aspekte viel Raum bekommen.
Wie gehe ich mit Dissoziation konkret um? Was hilft meinem/r PatientIn präsent zu bleiben?
Wann und wie ist eine Begegnung der Agenzien (Persönlichkeitsanteile) möglich und sinnvoll?
Wir vermitteln Ihnen einen Schritt-für-Schritt-Ansatz zum Umgang mit der Struktur, der Phänomenologie, der Analyse, und der
Dynamik zwischen den enagierenden Persönlichkeitsanteilen „Anscheinend normaler Persönlichkeitsanteil, ANP“ und
„emotionalen Persönlichkeitsanteilen, EP“ (EP Kontrolle, EP fragil) im Sinne der Trauma-Trinität nach Ph.D. E. Nijenhuis.
Unser Ziel in den beiden Seminarblöcke ist es, mit Ihnen die wichtigen Themen wie Bindung, Bewusstsein, Körper, Verlangen
und angestrebte Ziele von den verschiedenen Agenzien so wahrzunehmen und zu verändern, dass wir mit unseren PatInnen zu
effektiveren Handlungen gelangen und so zu deren Heilung beitragen.

  Literaturempfehlungen (Auswahl):

Das verfolgte Selbst: Strukturelle Dissoziation. Die Behandlung chronischer Traumatisierung (Deutsch) Taschenbuch – 4. April 2008 von Onno van der Hart  (Autor), Ellert R. S. Nijenhuis  (Autor), Kathy Steele  (Autor), Theo Kierdorf (Übersetzer), Hildegard Höhr (Übersetzer)

Die Trauma-Trinität: Ignoranz – Fragilität – Kontrolle. Buchpaket dt.: Die Entwicklung des Traumabegriffs/Traumabedingte Dissoziation: Konzept und Fakten. Enaktive Traumatherapie (Deutsch) Gebundene Ausgabe 15. Juli 2019  (beide Bände)
von Ellert Nijenhuis (Autor)

Anmeldung:
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